
Der erste Testlauf unserer Studienreihe ‘ruin slam’ liegt nun etwas mehr als eine Woche zurück und wir haben versucht diese Zeit bestmöglich zu nutzen. Das bedeutete für uns neben der Problemauswertung (konkret: der Komplettausfall der videografischen Elemente) das Gespräch mit unseren Gästen zu suchen. Denn obwohl das von uns angepeilte mediale Experiment nicht durchgeführt werden konnte haben wir doch eines unserer wichtigsten Ziele erreichen können, den Austausch über Wahrnehmung und Umgang mit Weimars “Weltkulturerbe”. Für diese über aus konstruktiven Stunden möchten wir uns schon jetzt recht herzlich bedanken.
“Die Lebenskraft eines Zeitalters liegt nicht in seiner Ernte, sondern in seiner Aussaat.”
Ludwig Börne (1786-1837), dt. Schriftsteller u. Kritiker
Und dementsprechend zielen auch unsere Fragen und Auseinandersetzungen, was macht den vielbeschworenen “Weltgeist” dieser Provinz denn tatsächlich aus oder besser noch, gibt es ihn denn überhaupt (noch)? Wie dem auch sei, wir bestehen auf eine Fortsetzung unserer Arbeit. Unsere künstlerisch-gestalterische Auseinandersetzung mit dem Weimar der Vergangenheit soll in diesem verstrichenen abend, vom 2. April, nun nur ihren Grundstein finden. Sowohl Form und Umsetzung, als auch Inhalt und Chronologie sollen von diesem Prozess betroffen sein und genau da seit ihr gefragt. Das von uns gewählte erste literarische Reisezeugnis stammte von 1838 (ist also nur 4 Jahre nach dem Tod des Dichterkönigs erschienen). Gebt uns eure Stimmen und regt uns an wo der nächste Stop unserer Exkursion liegen sollte! Nutz unsere Kommentarfunktion oder schreibt uns mails(kontakt).
Im Vorraus vielen Dank.
die Projektgruppe “ruin slam” (graffideo.com & abe monk)
2 Comments
der nächste schritt, den ich gehen würde wäre dem entsprechend erstmal eine temperaturmessung der stimmung in weimar. ich würde mitm mikro rausgehen und zunächst genau diese frage stellen. “was war die prägendste zeit für weimar? welche historischen ereignisse führten zu heutigen spannungen?” – meinen schwerpunkt würde ich dabei willkürlich (und auch unwillkürlich, da ich diese antworten erwarte) auf die schattenseite legen, die der glockenturm auf die stadt wirft.
ich fand auch den diskussionspunkt, “KZ-reiseführungen”, der nach der veranstaltung aufkam, recht streitbar. bzw. würde dahingehend gerne mal ein paar meinungen erforschen. weiterhin bereitet mir dass “der nazi um die ecke” wohnnt, mittleres bis schweres kopfzerbrechen.
Okay,
also einen public-research. Das find ich ne gute Idee..
Ich besorg dir das Gerät, wann biste denn in Weimar? Wobei ich’s ja auch mal interessant fände was die Leipziger so zur Klassikerstadt sagen…
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