StreetArt im Ausstellungskontext

oder ’streetart? für wen eigentlich?’

“Im Kontext von Graffiti entstanden, agiert sie auf der Straße, bewegt sich im öffentlichen Raum und erobert Brachen.” schreibt das Kunsthaus Erfurt zum Thema StreetArt.

Seit dem 12. Juni kann man einen Auszug der Erfurter StreetArt- und Graffiti-Szene im alten Erfurter Innenministerium begegnen. Dem sie definierenden Raum (der Straße) enthoben wird sie dort namentlich in Bezug zu so genannten “nicht-klassichen” Marketingstrategien – ‘below-the-line’ – gesetzt. Das irritiert in mehreren Hinsichten ungemein.

- Wer wirbt dort für was?

- Werben die StreetArt-Künstler für das Kunsthaus Erfurt, oder gar den frisch erschlossenen Kunstraum ‘Altes Innenministerium’ (dieser Ausstellung voran gegangen ist der fein getaktete Ausstellungszyklus ‘Kunstlawine’)?

- Sollen wir den Ausstellungskontext als Werbeplattform für die StreetArt-Macher verstehen?

- Was daran ist “nicht-klassisch”?

- Was ist überhaupt klassisches Marketing, was ist klassische Werbung?

Ohne Frage, das sind spannende Themen denen man auf den Grund gehen sollte. Ein Besuch im alten Innenministerium empfiehlt sich also, doch versprechen sollte man sich wie immer nichts. Denn Antworten auf solcherlei Fragen kann uns auch diese Ausstellung nicht geben, wir müssen uns auf eine weitere Suche begeben. Ein eigenes Bild zum Verhältnis der Erfurter StreetArt und dem guten alten Marketing lässt sich aber trotzdem gestalten, und das am besten vor Ort. 

Wir empfehlen zusätzlich einen der angesetzten ‘Walks’.

Walks //

Treffpunkt vor der Tourist-Information Erfurt, Benediktsplatz 1
Sonnabend, 20. Juni, 27. Juni und 4. Juli, jeweils 15 Uhr

2 Comments

  1. henry
    Posted 19. Juni 2009 at 18:16 | Permalink

    daumen hoch!

  2. ombrage
    Posted 23. Juni 2009 at 15:35 | Permalink

    vielleicht passend: http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,619163,00.html

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